DRAMATURGIE

In meiner dramaturgischen arbeit steht im fokus, Geschichten und Erzählformen zu entwickeln, die dominante Narrative infrage stellen, stereotype Zuschreibungen auflösen und marginalisierte Perspektiven respektvoll einbeziehen.

Meine Arbeit verbindet dramaturgische Präzision mit einer diskriminierungskritischen Haltung – ohne didaktische Vereinfachung.

  • Wer erzählt? Macht und Perspektive

Reflektiertes, antidiskriminierendes Erzählen beginnt bei der Autor*innenschaft und ihrem situierten Wissen. Diese Voraussetzungen prägen Figuren, Erzählwelten und die gesellschaftlichen Kräfte, die auf einen Stoff einwirken.

Mein dramaturgischer Ansatz setzt deshalb bewusst bei der Frage an: Warum bist du die richtige Person, um diese Geschichte zu erzählen? Diese Frage dient nicht der Legitimation, sondern der Schärfung des Blicks auf Perspektive, Machtverhältnisse und erzählerische Verantwortung.

  • Dramaturgische Beratung

Ich begleite die Entwicklung von Stoffen von der Idee über Treatment und Drehbuch bis in die weitere Projektentwicklung. Dabei arbeite ich an erzählerischen Strukturen, Figurenkonstellationen und Konflikten sowie an der emotionalen und politischen Wirkung eines Films. Im Zentrum steht die Frage, wie Erfahrung organisiert wird – durch Perspektive, Rhythmus, Fokus und Agency/Handlungsmacht.

  • Dramaturgische Lektorate mit antidiskriminierender Perspektive

Ich biete dramaturgische Lektorate mit explizit antidiskriminierendem Fokus an, einschließlich sogenannter “Sensitivity Readings”, die ich als Teil von dramaturgischer Arbeit verstehe: Klassische Stoffanalyse wird hier mit einer kritischen Auseinandersetzung mit Race, Gender, Klasse, Behinderung und Queerness verbunden – und zwar als strukturelle Analyse von Erzählfunktionen und Wirkungslogiken.

  • Beratung von Institutionen und Produktionszusammenhängen

Ich berate Filmförderungen, Produktionsfirmen und Redaktionen, begleite Entscheidungsprozesse, evaluiere Projekte und entwickle Stoffe gemeinsam weiter. Dabei geht es um dramaturgische Qualität ebenso wie um die Frage, welche Erzählweisen institutionell und strukturell ermöglicht oder ausgeschlossen werden.

  • Mein Weg zur Dramaturgin & Lektorin

Ich habe Filmwissenschaft studiert und verfüge über fundierte Kenntnisse in Filmanalyse, Filmgeschichte und -ästhetik. Seit über zehn Jahren arbeite ich als Publizistin, Referentin und Dramaturgin.

Als Dokumentarfilmerin bringe ich zudem praktische Erfahrung in Produktion, Stoffentwicklung und Drehbucharbeit mit.

Meine Arbeit bietet einen theoretisch fundierten Rahmen, um machtkritische Erzählungen zu entwickeln und Darstellungen von Identität, Handlungsmacht, Gesellschaft und Geschichte im Kino neu zu denken. Mit meinem Schwerpunkt auf diasporischem und dekolonialem Kino, kulturkritischer Filmtheorie, Cultural Studies, Critical Race Theory und postkolonialen Ansätzen arbeite ich bewusst jenseits eurozentrischer Perspektiven.

Arbeitsbeispiele

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