WORKSHOPS, Panels & talks

Mit jahrelanger Erfahrung und Leidenschaft als SPEAKERIN und Referentin widme ich mich einer Vielzahl gesellschaftlich relevanter Themen.

Zu meinen inhaltlichen Schwerpunkten gehören Antidiskriminierung, Antirassismus, Empowerment, Intersektionaler Feminismus, Postkoloniale Theorie, Machtkritik und Repräsentation, vor allem im Kontext von Film, Fernsehen und Medien. Darüber hinaus spreche ich zu Spezialthemen wie dem deutsch-türkischen und deutsch-kurdischen Kino sowie den kultur- und filmtheoretischen Arbeiten der Schwarzen Feministin bell hooks. Neben meiner Expertise und rhetorischen Stärke bringe ich eine große Begeisterung für den demokratischen Diskurs mit, der Raum für Mehrperspektivität schafft und neue Ideen hervorbringt.

Als mehrfach marginalisierte Person empfinde ich es als besonders empowernd, vor Publikum zu sprechen.

Ich arbeite als Referentin in verschiedenen Formaten: Jeder Vortrag, jedes Panel, jeder Workshop und jedes Seminar bietet mir die Chance, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen und das bestehende System kritisch zu hinterfragen. Meine Auftraggeber*innen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Von großen Organisationen und kleineren Vereinen, Produktionsfirmen und Universitäten bis hin zu Filmförderanstalten.

Arbeitsbeispiele

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Arbeitsbeispiele *

  • Widersprechen, wieder sprechen – Grenzen und Potenziale von Streitkultur

    Zur Veranstaltung:

    Im Rahmen des Auftaktabends am 9. Februar 2026 in der Akademie der Künste habe ich gemeinsam mit den Filmschaffenden Frédéric Jaeger und Oliver Bassemir sowie den Rhetorik-Profis Dario Werner und Chiara Throner an einer Debattier-Performance teilgenommen, um mit den besten Argumenten widersprüchliche Blickwinkel auf das Konzept der Kritik selbst zu werfen – im Berufsstand, in der Kunst, als Kommunikationsmittel und als philosophische Grundhaltung. Der Künstler und Streitformatentwickler Martin Muth inszenierte und moderierte die Debatte als spielerischen Austausch mit dem Publikum und erprobte darin, welchen Regeln öffentliche Debatten eigentlich folgen. Mit Musik von Stephan Wortmann.

    (Cem Kaya, der ursprünglich als Gast eingeladen war, musste kurzfristig absagen.)

    Weitere Infos: https://wochederkritik.de/de_DE/wiedersprechen-wieder-sprechen/

    Foto: Woche der Kritik 2026 (c) Tabita Nives Hub, Woche der Kritik/VdFk e.V.

  • Schreibwerkstatt Situierte Filmkritik – Perspektive und Verortung im Schreiben über Film

    Bei der Schreibwerkstatt der Woche der Kritik habe ich einen Input mit dem Titel ‘Is Paris Burning?’ bell hooks’: Oppositioneller Blick und ihre situierte Filmkritik” gegeben. Nach einer Einführung zum Leben und Werk der berühmten Schwarzen Feministin und Autorin habe ich hooks’ Rezeptionstheorie des oppositionellen Blicks Schwarzer Zuschauer*innen erläutert und bin auf ihre zentralen Thesen aus ihrer Filmkritik zu dem Dokumentarfilm Paris Is Burning (USA, 1990) von Jennie Livingston eingegangen.

    hooks schreibt aus der situierten, klar markierten Perspektive als Schwarze Feministin, reflektiert Regisseurin, Protagonist*innen und sich selbst als Kritikerin. Sie fragt: Wer erzählt? Für wen? Welche Wirkung entfaltet der Film? Ihr oppositional gaze ist analytisch, machtkritisch und dekolonial – er macht Machtstrukturen sichtbar, statt sie als selbstverständlich zu betrachten.

    Weitere Infos: https://wochederkritik.de/de_DE/ausschreibung-schreibwerkstatt-2026/

  • “Good Work, Great Films – Turning Diversity into Structure” (Workshop in englischer Sprache)

    Diversity verändert Ergebnisse nur, wenn sie fest in die tägliche Arbeit integriert ist. In dieser Session wird untersucht, wie antidiskriminierende Praktiken, machtkritisches Denken und verbindliche Verantwortlichkeiten zu Strukturen werden können, die bessere Entscheidungen sowie stärkere Filme und Programme unterstützen. Wir beleuchten, warum es wichtig ist, die Perspektiven und kritischen Rückmeldungen von Kolleg*innen als Ressource – und nicht als Störung – zu betrachten, und was nötig ist, um sich in diese Richtung zu bewegen. Anhand anonymisierter, generalisierter Praxisbeispiele schauen wir, was funktioniert hat, wo es an Wirkung fehlte und welche Ansätze sich als Nächstes lohnen. Am Ende nehmen die Teilnehmenden ein gemeinsames Vokabular, einige niedrigschwellige Methoden und realistische nächste Schritte für unterschiedliche Rollen mit.

    Infos zum Weiterbildungsprogramm Sustainability Management des International Screening Institute: https://www.screeninstitute.eu/course/sustainability-management-3/

  • Schreibwerkstatt Situierte Filmkritik – Perspektive und Verortung im Schreiben über Film  

    Bei der Schreibwerkstatt der Woche der Kritik habe ich einen Input mit dem Titel ‘Is Paris Burning?’ bell hooks’: Oppositioneller Blick und ihre situierte Filmkritik” gegeben. Nach einer Einführung zum Leben und Werk der berühmten Schwarzen Feministin und Autorin habe ich hooks’ Rezeptionstheorie des oppositionellen Blicks Schwarzer Zuschauer*innen erläutert und bin auf ihre zentralen Thesen aus ihrer Filmkritik zu dem Dokumentarfilm Paris Is Burning (USA, 1990) von Jennie Livingston eingegangen.

    hooks schreibt aus der situierten, klar markierten Perspektive als Schwarze Feministin, reflektiert Regisseurin, Protagonist*innen und sich selbst als Kritikerin. Sie fragt: Wer erzählt? Für wen? Welche Wirkung entfaltet der Film? Ihr oppositional gaze ist analytisch, machtkritisch und dekolonial – er macht Machtstrukturen sichtbar, statt sie als selbstverständlich zu betrachten.

    Weitere Infos: https://wochederkritik.de/de_DE/ausschreibung-schreibwerkstatt-2026/

  • Bei meiner Keynote für das STEP-Herbstcamp 2024 von HessenFilm plädierte ich dafür, künstlerische Freiheit im Film stets im Kontext struktureller Unterdrückung und Diskriminierung zu denken und mit emanzipatorischen Erzählformen zu verbinden, anstatt an einem egozentrischen, neoliberalen und gewalt- sowie machtorientierten Konzept von künstlerischer Freiheit festzuhalten.

    Das STEP-Programm von HessenFilm & Medienunterstützt aufstrebende Filmschaffende in der frühen Phase ihrer Karriere. Es bietet gezielte Förderung und Beratung für junge Talente aus den Bereichen Filmproduktion, Regie, Drehbuch und weitere kreative Disziplinen. Ziel des Programms ist es, innovative Projekte zu entwickeln und den Teilnehmenden wertvolle Netzwerkmöglichkeiten sowie Zugang zu wichtigen Branchenkontakten zu verschaffen.

  • In meinem Vortrag bei der internationalen Konferenz vom Migration Lab (31.05.-01.06.2022) analysierte ich die Darstellung von Frauen mit Familienbezug zum Nahen und Mittleren Osten im deutschen Kino. Dabei ging es um stereotype Bilder wie die „Unterdrückte“, die oft zur konstruierten, rassifizierenden Differenzierung von „Deutschsein“ und „Nicht-Deutschsein“ genutzt werden.

    Ich diskutierte Klassiker wie 40QM DEUTSCHLAND (Tevfik Başer/D/1986) und YASEMIN (Hark Bohm/D/1988), aber auch neuere Filme wie GEGEN DIE WAND (Fatih Akın/D/2004) und FUTUR DREI (Faraz Shariat/D/2020), die empowernde, nuanciertere Darstellungen und Bilder bieten, wie etwa die der „Rebellin“. Der Vortrag zeigte auf, wie sich das deutsche Kino in den letzten Jahren für eine diversere, respektvollere und intersektionale Repräsentation von Frauen aus Communities mit Herkunft aus dem Nahen/Mittleren Osten geöffnet hat.

    Das Migration Lab ist ein Netzwerk von Akteur*innen der Kultur und Bildung mit Laborcharakter. Hier begegnen sich Wissenschaft und Praxis im Kontext von Theater, Museum, Gedenk­stätte, Zivil­ge­sell­schaft und Schule. Alle Organisationen beschäftigen sich mit der pädagogischen und künstlerischen Vermittlung von Themen der Migrationsgesellschaft. Sie gehen dabei neue, kreative und innovative Wege, um diverse Zugänge zu den vielfältigen und komplexen Phänomenen der Migrationsgesellschaft zu schaffen, und adressieren dabei Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Quelle: migration-lab.net

  • Juni 2023: Online-Vortrag über die Schwarze US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin bell hooks (1952-2021), eine der bedeutendsten feministischen Theoretiker*innen unserer Zeit. In ihren Büchern schrieb sie über Feminismus, Rassismus, Patriarchat und Kapitalismus: AIN’T I A WOMAN? (1981) handelt von der Verflechtung von Race, Klasse und Gender. Besonders kritisierte bell hooks den weißen Mainstream-Feminismus und setzte sich für das Empowerment und die Inklusion Schwarzer Frauen ein. Mein Vortrag gab einen Einblick in ihr Lebenswerk und ihre zentralen Konzepte wie die “white supremacist capitalist patriarchy“ sowie Liebe als Metapher für Solidarität. Weitere Informationen: frauengenderbibliothek-saar.de

    Die FrauenGenderBibliothek Saar setzt sich für ein gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter und für umfassende Minderheitenrechte ein. Sie stellt der Öffentlichkeit dazu vielfältiges fachliches Wissen und aktuelle Informationen zur Verfügung. Sie ist ein Ort gelebter Integration und frauenpolitischer Vernetzung, einzigartig im gesamten südwestdeutschen Raum. Quelle: Website

  • Am 20. und 21. März 2025 habe ich auf Einladung von D-Arts – Projektbüro für Diversität in Wien ein Training zum Thema „Diversität, Diskriminierung und Antidiskriminierung im Film- und Förderbereich“ durchgeführt. Die Veranstaltung richtete sich an die Mitglieder der Projektkommission 2024–2026desÖsterreichischen Filminstituts.

    Das Training umfasste zentrale Themen wie Vulnerabilität und Verantwortung, kritische Selbstreflexion, strukturelle Diskriminierung im Filmbereich (u. a. in den Bereichen Arbeit & Karriere, Finanzierung/Förderung, Repräsentation und Filmfestivals), die Rolle der künstlerischen Freiheit sowie praxisorientierte Werkzeuge für eine diskriminierungskritische Analyse von Projektanträgen im Rahmen der Fördermittelvergabe.

    Unter den Teilnehmenden waren erfahrene Filmschaffende und Mitarbeitende von Filmfestivals sowie Vertreter*innen der Geschäftsführung, die stellvertretende Direktorin und Mitarbeitende der Abteilung *GenderDiversity*Inclusion* des Österreichischen Filminstituts.

    Hier geht es zur Website des ÖFI.

  • In diesem ca. 30-minütigen Online-Vortrag für das Projekt Film Macht Mut von VISION KINO referiere ich darüber, dass der sogenannte ,Orient‘ eine europäische Konstruktion ist, durch den sich weiße Menschen als überlegen und fortschrittlich von einer vermeintlich homogenen, rückständigen Gruppe von muslimischen und/oder Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten abgrenzen.

    In Filmen finden wir den Orientalismus zum Beispiel in angeblich aufgrund ihrer Kultur oder Religion unemanzipierten, unterdrückten Frauenfiguren wieder — oder er wird durch Gegenbilder in Frage gestellt. Erläutert anhand von kurzen Clips aus den deutschen Produktionen YASEMIN (Hark Bohm/D/1988), DIE FREMDE (Feo Aladağ/D/2010), ALMANYA - WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND (Yasemin Şamdereli/D/2011) und NICO (Eline Gehring/D/2021).

    Film Macht Mut setzt Perspektivenvielfalt und die Kritik von Rassismus und Antisemitismus ins Zentrum der Filmvermittlung. Ein Projekt von VISION KINO in Kooperation mit den SchulKinoWochen und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

    Website: filmmachtmut.de

  • Januar - April 2022: Im Auftrag der MOIN Filmförderung habe ich eine dreiteilige Workshopreihe entwickelt, die Filmemacher*innen praxisorientierte Impulse für eine diskriminierungskritische Filmpraxis bieten sollte. Mit Inputs, Filmbeispielen und Übungen habe ich zentrale Themen behandelt: eine diskriminierungskritische Haltung, stereotype Bilder, Klischees, die Rolle von Weißsein und das Potenzial von Diversität als Wissen und Perspektive im Film.

    Die Workshops richteten sich an Produzent*innen, Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen aus Hamburg und Schleswig-Holstein.

    Die MOIN Filmförderung unterstützt Kinofilme, High-End-Serien und innovative audiovisuelle Formate aller Genres. Vom ersten Entwurf über die Produktion bis hin zur Auswertung und Festivalpräsentation werden Projekte finanziell supportet. Entscheidungskriterien für eine Förderung sind u.a. die inhaltliche oder innovative Qualität des jeweiligen Projektes sowie ein umfassender Hamburg- bzw. Schleswig-Holstein-Bezug. Quelle: moin-filmfoerderung.de

  • Beim Jour Fixe der IDM Film Commission Südtirolhielt ich im Oktober 2023 einen Vortrag zu den folgenden Themen:

    • Sichtbarkeit marginalisierter Gruppen: Wie Filmschaffende Identitäten, Erfahrungen und Perspektiven von marginalisierten Gruppen in ihren Filmen stärker einbeziehen können.

    • Diskriminierungskritik in der Produktion: Umsetzung von Diskriminierungskritik in allen Phasen der Filmproduktion – von der Entwicklung bis zum fertigen Film.

    • Diversität und Powersharing: Der Zusammenhang zwischen echter Diversität und der Verteilung von Macht innerhalb der Filmbranche.

    Die Veranstaltung wurde von der Filmemacherin Martine Biasi moderiert.

    Die IDM Film Commission ist eine wichtige Institution in Südtirol, die Filmproduktionen unterstützt und fördert. Sie bietet umfangreiche Dienstleistungen für nationale und internationale Filmteams, darunter Beratung zu Fördermöglichkeiten, Unterstützung bei der Drehgenehmigung und Organisation von Locationscoutings. Die Film Commission setzt sich dafür ein, Südtirol als attraktive Kulisse für Filmproduktionen zu positionieren und fördert die Entwicklung der regionalen Filmwirtschaft. Zudem bietet sie finanzielle Anreize durch verschiedene Förderprogramme für Film- und TV-Produktionen.

    Website: film.idm-suedtirol.com

  • Im Rahmen dieses Podiumsgesprächs beim INNCONTRO Film Festival 2021 in Innsbruck (Österreich) habe ich meine Perspektive als Regisseurin und Creative Producerin des Dokumentarfilms FROM HERE geteilt, insbesondere zur Rolle von Filmschaffenden im Bereich Flucht und Migration. Wir haben diskutiert, wie dokumentarische Arbeiten aktivistische Dimensionen annehmen können, indem sie unterrepräsentierte Perspektiven sichtbar machen und den Dialog zu sozialen Bewegungen anregen. Es ging auch um die Bedeutung gegenhegemonialer Erzählungen und die Verantwortung von Filmschaffenden, gesellschaftliche Diskurse zu beeinflussen.

    Weitere Panelist*innen: Beatrice Segolini (Regisseurin, Editorin von „The Valley”), Gabriele Del Grande, (Journalist und Menschenrechtsaktivist, Regisseur „On the Bride’s Side“) und Mala Reinhardt (Regisseurin und Produzentin „Der zweite Anschlag). Moderiert von Martine De Biasi.

    Das INNCONTRO – Internationales Filmfestival der Vielheit setzt sich zum Ziel, den Austausch über Migrationsthematiken in Form von audiovisuellen Beiträgen und deren diskursiver Einbettung und Vermittlung zu fördern. Das Festival will sowohl einen Ort der Begegnung bieten, als auch einen Raum für den Austausch über gesellschaftspolitische Fragen rund um Migration und ihre Rahmenbedingungen schaffen.

    Quelle: inncontro.com

  • Im Juni 2021 hielt ich im Auftrag von Constantin Film eine Keynote zum Thema diskriminierungskritische Haltung und Sprache im Film. Im Zentrum des Vortrags stand das Konzept des kritischen Weißseins als theoretisches und praktisches Werkzeug, um soziale Gerechtigkeit bereits in der Stoffentwicklung und beim Schreiben von Drehbüchern zu integrieren. Der Vortrag erreichte über 200 Inhouse Produzent*Innen und freie Mitarbeiter*Innen (Autor*Innen und Lektor*Innen) der renommierten Produktionsfirma. Anschließend hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

    Constantin Film gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Filmproduktionsgesellschaften. Seit seiner Gründung 1984 hat das Unternehmen zahlreiche nationale und internationale Film- und TV-Produktionen hervorgebracht, die teils zu weltweiten Erfolgen wurden. Besonders bekannt ist Constantin für Blockbuster wie RESIDENT EVIL und DER UNTERGANG. Darüber hinaus hat das Unternehmen in eine Vielzahl von Genres investiert – von Thrillern über Komödien bis hin zu dramatischen Historiendramen.

    Website: constantin.film

  • Im Sommersemester 2021 hielt ich einen Lektürekurs zu bell hooks für Lehramtsstudent*innen der Universität Gießen am damaligen Lehrstuhl von Prof. Dr. Nikita Dhawan. Mit freundlicher Unterstützung von Hanna Al-Taher bei der Kurskoordination und der Leitung von zwei Sitzungen.

    Seminarbeschreibung: bell hooks ist eine der wichtigsten afro-amerikanischen Intellektuellen und Aktivist*innen unserer Zeit. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin wurde vor allem als Kritikerin von Rassismus, Kapitalismus und Patriarchat — in hooks’ Worten “white supremacist capitalist patriarchy” — und als Vertreterin des Black Feminism bekannt. Seit 2004 ist bell hooks Professorin für Appalachian Studies am Berea College (USA). In diesem Seminar werden wir uns mit der intersektionalen feministischen Theorie von hooks beschäftigen, die “Race”, soziale Klasse und Gender stets zusammen denkt. Anhand der Lektüre ihrer theoretischen und film-, medien- und kulturkritischen Schriften sowie der Sichtung von ausgewählten Filmen werden wir zahlreiche Analysebeispiele und Methoden kennenlernen, die uns befähigen sollen, diskriminierende, stereotype Repräsen-tationen von Schwarzen Menschen zu erkennen und kritisch zu reflektieren. Ein Ziel des Seminars ist es auch, hooks’ intersektionalen Ansatz auf den dominanten Diskurs über “die anderen” in Deutschland zu übertragen und für Fragestellungen in diesem Kontext produktiv zu machen.

  • Im Wintersemester 2019/2020 hielt ich ein Blockseminar mit dem Titel „Das andere deutsche Kino als subversive Praxis“ an der Philipps-Universität Marburg.

    Seminarbeschreibung: Wir untersuchen die historische Entwicklung des deutschsprachigen Kinos im Kontext von Migration und kultureller Diversität. Wir betrachten, wie das deutsche Mainstream-Kino dominante Diskurse über Migration, Islam und (muslimische) Migrant*innen reproduziert, während das sogenannte „andere“ deutsche Kino subversive Erzählformen entwickelt, die stereotype Darstellungen hinterfragen und marginalisierte Perspektiven würdevoll einbeziehen. Anhand von Filmen wie Gegen die Wand (2004), Die Fremde (2010) und Almanya – Willkommen in Deutschland (2011) analysieren wir, wie Mainstream-Filme Frauen mit türkischer oder kurdischer Migrationsbiografie in viktimisierenden Rollen fixieren. Im Kontrast dazu diskutieren wir Filme des „anderen“ deutschen Kinos, die intersektional-feministische und postkolonial-kritische Ansätze verfolgen, um Frauen of Color als handelnde Subjekte darzustellen. Das Seminar verbindet theoretische Analyse, Filmkritik und die Anwendung postkolonial-feministischer Perspektiven auf die deutsche Filmkultur.

  • In diesem Seminar an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig im Sommersemester 2018 unterrichtete ich zu verschiedenen Themen und Fragestellungen im Kontext der Entstehung eines *anderen* Kinos in Deutschland:

    • Entwicklung des Migrantenkinos in Deutschland: Anfang der 1960er Jahre: Filme von weißen deutschen Filmemacher*innen, z. B. KATZELMACHER (1969) und ANGST ESSEN SEELE AUF (1973) von Rainer Werner Fassbinder, die das Leben der Gastarbeiter*innen mitleidsvoll darstellten.

    • Sozialrealistische Filme aus den 70ern und 80ern wie YASEMIN (Hark Bohm) und 40 QM DEUTSCHLAND (Tevfik Başer) reflektierten die Migrationserfahrung, tendierten jedoch oft zu stereotypen Darstellungen.

    • Wandel im deutsch-türkischen/deutsch-kurdischen Kino ab den 1990ern: Repräsentation von People of Color aus türkischen und kurdischen Einwandererfamilien, jedoch keine vollständige Transformation von Rassismus zu Empowerment in der filmischen Darstellung.

    • Analyse von Filmen, z. B. GEGEN DIE WAND (2004), DIE FREMDE (2010), ALMANYA - WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND (2011): Untersuchung, wie anti-muslimischer Rassismus und weißer Feminismus Frauen aus der Türkei und Kurdistan oft als viktimisiert und subaltern darstellen.

    • Diskussion über subversive Filmpraxis, die diese Frauen als selbstbewusste, handelnde Persönlichkeiten porträtiert.

    Weitere Lehrtätigkeiten:

    Das Seminar „Das *andere* Kino als subversive Praxis” leitete ich auch an der Philipps-Universität Marburg, und zwar im Wintersemester 2019/2020. Im Sommersemester 2021 unterrichtete ich an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Seminar „bell hooks: Intersektionaler Feminismus, Popkultur und das Kino“.